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FAQ – Wichtige Fragen und Antworten

Welche Leistungen bieten wir in unserer Hausarztpraxis an?

Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie)
Ruhe-EKG
Langzeit-EKG
Belastungs-EKG
24h-Blutdruckmessung
Planung Blutdruck-Selbstmessungen über einen begrenzten Zeitraum
Hausarztzentrierte Versorgung (HzV) u. Disease-Management-Programme (DMP)
Sporttauglichkeitsuntersuchungen (individuell angepasst an Sportart und Leistungsintensität)
Abstrichuntersuchungen
Labor (allgemein und spezifisch)
Atteste, Reha- und Kuranträge
Reisemedizinische Beratung
Auswertung und Erläuterung von Röntgen-, CT-, PET-CT-, MRT-, Szintigraphie-Aufnahmen und Angiographien.
(Es können Aufnahmen nahezu aller bildgebenden Verfahren mit Hilfe eines PACS-Systems ausgewertet und gespeichert werden.)

Wie läuft eine Eingangsuntersuchung bei uns ab?

  • Anamnese:
    Das Gespräch über Ihre Vorgeschichte und Vorerkrankungen.
  • Körperliche Untersuchung:
    Das Messen von Größe und Gewicht, Abhören von Herz und Lunge sowie das Abtasten des Bauches.
  • Laborwerte:
    Eine Blut- und Urinuntersuchung zur Kontrolle von Blutbild, Nierenwerten, Blutzucker und Cholesterin.
  • Beratung:
    Zum Abschluss Besprechung der Ergebnisse, Tipps für eine gesunde Lebensweise und Planung eventueller weiterer Schritte oder Therapien.

 

Praktische Tipps für das Arztgespräch

  • Schreiben Sie sich Ihre Beschwerden und Fragen vor dem Termin auf.
  • Bringen Sie stets Ihre Versicherungskarte und den aktuellen Medikationsplan mit.
  • Für geplante Impfungen bringen Sie bitte Ihren Impfpass mit.
  • Stimmen Sie der Einrichtung einer elektronischen Patientenakte ein, um die medizinische Dokumentation und Kommunikation zu verbessern.
  • Medikamentenliste erstellen: Schreiben Sie alle Medikamente, Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel auf, die Sie regelmäßig einnehmen.
  • Symptome aufschreiben: Notieren Sie sich genau, welche Beschwerden Sie haben, seit wann sie bestehen und wann sie auftreten.
  • Fragen vorab notieren: Schreiben Sie Ihre wichtigsten Fragen auf einen Zettel, damit Sie in der Aufregung nichts vergessen.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Fieber habe?

Wenn Sie Fieber haben, reagiert Ihr Körper mit einer natürlichen Abwehrreaktion auf eine Infektion.
Wichtige Verhaltensregeln
  • Ruhe und Schonen: Bleiben Sie im Bett oder auf dem Sofa. Körperliche Anstrengung belastet das Herz-Kreislauf-System.
  • Viel Trinken: Trinken Sie mindestens 2 bis 3 Liter am Tag (Wasser, ungesüßte Kräutertees oder verdünnte Säfte), um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen auszugleichen.
  • Leichte Ernährung: Essen Sie nur, wenn Sie Appetit haben, und wählen Sie leicht verdauliche Speisen wie Suppen oder Brühen.
  • Kleidung anpassen: Tragen Sie lockere, atmungsaktive Kleidung. Wechseln Sie verschwitzte Sachen und die Bettwäsche regelmäßig.
Hausmittel und Medikamente
  • Wadenwickel: Wenn Ihnen warm ist (und Ihre Hände und Füße warm sind), können feucht-kühle Wadenwickel helfen, die Temperatur sanft zu senken. Bei Schüttelfrost oder kalten Gliedmaßen sind sie absolut tabu.
  • Fiebersenker: Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen können das Fieber senken und Gliederschmerzen lindern. Nutzen Sie diese, wenn das Fieber sehr hoch ist oder Sie sich sehr unwohl fühlen.
Wann müssen Sie zum Arzt?
Suchen Sie in folgenden Fällen ärztliche Hilfe (z. B. beim Hausarzt oder unter der Rufnummer 116 117):
  • Das Fieber steigt auf über 39 °C oder bleibt länger als drei Tage bestehen.
  • Es kommen schwere Symptome wie Atemnot, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit oder heftige Schmerzen dazu.
  • Das Fieber sinkt trotz fiebersenkender Medikamente nicht.
Um Ihnen passende Ratschläge zu geben:
  • Für wen fragen Sie (für ein Baby, ein Kind oder eine erwachsene Person)?
  • Wie hoch ist das Fieber aktuell und gibt es weitere Begleitsymptome?

Mit welchen Kliniken und Facharztpraxen arbeiten wir zusammen?

Es bestehen enge Kontakte zu niedergelassenen und in Kliniken der mittleren und Maximalversorgung (FSU-Jena, ZK Bad Berka, HELIOS Klinikum Erfurt, SHK Weimar, RKK Apolda) tätigen ärztlichen Kolleg*innen.
Daher können auf unkompliziertem Wege Problemfälle diskutiert, Expertenrat eingeholt und zeitnahe Facharztüber- und Krankenhauseinweisungen ermöglicht werden.

Ab wann benötige ich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Nach der aktuellen gesetzlichen Regelung benötigen Sie eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), wenn Sie länger als drei Kalendertage krank sind.
EntgFG) besagt, dass das ärztliche Attest spätestens am darauffolgenden Arbeitstagvorliegen muss – im Regelfall also am vierten Tag der Krankheit.
Dabei müssen Sie jedoch zwei wichtige Ausnahmen und Details beachten:
1. Das Recht des Arbeitgebers (Ab Tag 1)
Ihr Arbeitgeber hat das gesetzliche Recht, eine AU-Bescheinigung bereits ab dem ersten Tag der Krankheit von Ihnen zu verlangen.
  • Schauen Sie hierzu unbedingt in Ihren Arbeitsvertrag oder fragen Sie in Ihrer Personalabteilung nach.
  • Steht dort eine entsprechende Klausel, müssen Sie sofort am ersten Tag zum Arzt.
2. Kalendertage vs. Arbeitstage
Die gesetzliche Dreitagesfrist bezieht sich auf Kalendertage, nicht auf Arbeitstage:
  • Wenn Sie am Freitag krank werden, zählen Freitag (Tag 1), Samstag (Tag 2) und Sonntag (Tag 3) mit.
  • Sind Sie am Montag immer noch krank, gilt dies als vierter Tag und Sie benötigen für Montag zwingend eine ärztliche Bescheinigung. [1, 2]

💡 Wichtig für den Ablauf: Die eAU und die Meldepflicht
  • Krankmeldung: Unabhängig vom ärztlichen Attest müssen Sie Ihren Chef am ersten Tag unverzüglich (meist vor Arbeitsbeginn) darüber informieren, dass Sie krank sind und wie lange Sie voraussichtlich ausfallen.
  • Keine Zettelwirtschaft (eAU): Wenn Sie gesetzlich versichert sind, müssen Sie den „gelben Schein“ in der Regel nicht mehr selbst an den Arbeitgeber schicken. Die Arztpraxis übermittelt die Daten digital an die Krankenkasse, wo Ihr Arbeitgeber sie elektronisch abruft (elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – eAU).

Wo bekomme ich Hilfe im Notfall?

Im Notfall und bei dringenden gesundheitlichen Beschwerden stehen Ihnen in Deutschland verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung – je nachdem, wie akut die Situation ist.
1. Akute Lebensgefahr: Der Rettungsdienst (112)
Wählen Sie sofort die Notrufnummer 112, wenn eine lebensbedrohliche Situation vorliegt. Der Anruf ist kostenlos und weltweit aus jedem Netz erreichbar.
  • Wann anrufen? Bei Verdacht auf Herzinfarkt (starke Brustschmerzen), Schlaganfall (Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen), schwerer Atemnot, Bewusstlosigkeit, schweren Unfällen oder starken Blutungen.
  • Wo landen Sie? In der Rettungsleitstelle, die sofort den Krankenwagen oder Notarzt zu Ihnen schickt.
2. Dringend, aber nicht lebensbedrohlich: Der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117)
Wenn Sie krank sind und die normale Hausarztpraxis geschlossen ist (z. B. nachts, am Wochenende oder an Feiertagen), wählen Sie die kostenlose Nummer 116 117.
  • Wann anrufen? Bei Beschwerden, mit denen Sie normalerweise zu einem Haus- oder Facharzt gehen würden, aber nicht bis zum nächsten Werktag warten können (z. B. hohes Fieber, starke Ohrenschmerzen, akuter Magen-Darm-Infekt).
  • Hilfe vor Ort: Sie erfahren dort, welche Bereitschaftspraxis in Ihrer Nähe geöffnet hat. Wenn Sie zu krank sind, um das Bett zu verlassen, kann auch ein mobiler Arzt zu Ihnen nach Hause geschickt werden.
3. Für den Notfall direkt vor Ort: Die Notaufnahme im Krankenhaus
Wenn Sie transportfähig sind, aber sofort medizinische Hilfe benötigen (z. B. bei Schnittwunden, die genäht werden müssen, oder Verdacht auf Knochenbrüche), können Sie direkt in die Notaufnahme (Zentrale Notaufnahme / ZNA) des nächsten Krankenhauses fahren oder sich bringen lassen.

Weitere wichtige Notrufnummern im Überblick
  • Giftnotruf: Bei Vergiftungen oder dem Verdacht darauf (z. B. durch Medikamente, Chemikalien oder Pflanzen). Die Telefonnummern sind nach Bundesländern aufgeteilt. Für Bayern (München) lautet sie beispielsweise 089 19240.
  • Zahnärztlicher Notdienst: Wenn Sie am Wochenende oder feiertags extreme Zahnschmerzen bekommen, erfahren Sie über die lokale Suche im Internet oder per Telefonansage Ihres Zahnarztes, wer Notdienst hat.
  • Apotheken-Notdienst: Welche Apotheke in Ihrer Nähe nachts oder am Wochenende geöffnet hat, finden Sie über das Portal Aponet oder per Aushang an jeder geschlossenen Apothekentür heraus.
Um Ihnen im konkreten Fall schneller zu helfen:
  • Liegt aktuell ein medizinischer Notfall vor, bei dem Sie unsicher sind, wohin Sie sich wenden sollen?
  • Suchen Sie nach einer bestimmten Fachrichtung (z. B. einem Kinder-Notdienst oder psychiatrischen Notdienst)?